WAS IST DAS?
Immer mehr Videospiele werden absichtlich so gebaut, dass sie nach Ende des offiziellen Supports komplett unspielbar werden – selbst im Singleplayer, selbst wenn du sie ganz normal gekauft hast. Der Publisher schaltet einen Server ab, und das war's.
Stop Killing Games (SKG) ist eine Bürgerbewegung, gestartet vom YouTuber Ross Scott (Accursed Farms), die genau das über eine Europäische Bürgerinitiative stoppen wollte: Publisher sollen verkaufte Spiele beim Support-Ende in einem spielbaren Zustand hinterlassen müssen – z. B. durch Patches für eigene/Community-Server, statt sie komplett zu deaktivieren.
WAS BEDEUTET DAS KONKRET?
Die Autometapher der Bewegung bringt es ganz gut auf den Punkt:
Bei den meisten Spielen ginge es SKG nicht darum, Server für immer am Laufen zu halten – nur darum, dass eine Möglichkeit bestehen bleibt, weiterzuspielen (z. B. private Server), bevor der offizielle Support endet.
AKTUELLER STAND
- 1.294.188 gültige Unterschriften aus 24 EU-Ländern gesammelt (davon 20.714 aus Österreich) – weit über der nötigen 1 Million.
- 26. Jan. 2026: Einreichung bei der EU-Kommission als offizielle Bürgerinitiative.
- 16. Apr. 2026: Anhörung im EU-Parlament. 21. Mai 2026: Plenardebatte.
- 16. Juni 2026: Antwort der Kommission – keine verbindliche Gesetzespflicht (Begründung u. a. bestehendes Urheberrecht). Stattdessen soll bis Ende 2026 ein freiwilliger „Code of Conduct“ mit Industrie und Verbraucherschützern entstehen.
Die Bewegung ist damit nicht vorbei: Parallel wird versucht, die Forderung über eine Änderung des EU-Digital Fairness Act im Parlament unterzubringen – Ende Juni 2026 unterstützten das bereits 45 Abgeordnete. Auch außerhalb der EU tut sich was, etwa mit dem kalifornischen Gesetzesentwurf „Protect Our Games Act“.
Quellen: EU-Bürgerinitiative – offizielle Antwort, GamesRadar, futurezone.at
WAS GERADE PASSIERT
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